Mein Ansatz: Matreszenz.
Mutterwerden ist eine Entwicklungsphase – psychologisch genauso einschneidend wie die Adoleszenz. Ich begleite Mütter darin: mit Sprache, mit Klärung, mit psychologischem Verstand.


Matreszenz
Eine Entwicklungsphase, für die Sprache fehlte.
Den Begriff Matreszenz hat 1973 die Anthropologin Dana Raphael geprägt – dieselbe Forscherin, die auch das Wort „Doula“ in den allgemeinen Sprachgebrauch brachte. Was sie damals beschrieb und was die Psychologin Aurélie Athan an der Columbia University seither systematisch ausgearbeitet hat, klingt zunächst banal: die Tatsache, dass eine Frau, die ein Kind bekommt, eine Entwicklungsphase durchläuft, die der Adoleszenz vergleichbar ist.
Banal ist daran nichts. Matreszenz beschreibt biologische, neurologische, psychologische, soziale, kulturelle, wirtschaftliche und existenzielle Veränderungen – alle gleichzeitig, alle ineinandergreifend. Aktuelle Hirnforschung belegt: das mütterliche Gehirn verändert sich strukturell. Veränderungen in Gehirnstruktur und -funktion lassen sich messen, manche halten ein Leben lang an, manche erneuern sich mit jedem weiteren Kind. Eine „fertige“ Matreszenz gibt es nicht.
Was diese Forschung leistet, ist eine paradigmatische Verschiebung. Was viele Mütter als persönliches Versagen erleben – das Gefühl, „nicht zurechtzukommen“, „anders zu sein als vorher“, „sich zu verlieren“ – ist in Wahrheit der Verlauf einer normalen, tiefgreifenden Entwicklungsphase. Eine, die in unserer Kultur nur selten benannt wird.
Du hast lange genug funktioniert.
Wenn etwas in dir nickt, während du das hier liest – buche dir das Klärungsgespräch und wir schauen, wo du gerade stehst.
Jetzt Klärungsgespräch vereinbarenWas sich verändert, wenn deine Erfahrung einen Namen bekommt.
Wenn eine Frau zu mir kommt und sagt: „Ich bin nicht mehr ich“, fragt sie mich oft im selben Atemzug, was mit ihr nicht stimmt. Die Antwort lautet: nichts. Du bist nicht „nicht mehr du“. Du bist im Begriff, eine andere zu werden – oder genauer: die nächste Version von dir.
Das ist keine semantische Spitzfindigkeit. Es ist eine tragende Unterscheidung.
Wer glaubt, „kaputt“ zu sein, sucht nach Reparatur. Wer versteht, in einer Entwicklungsphase zu sein, sucht nach Begleitung. Das eine erschöpft. Das andere klärt.
Genau diese Verschiebung ist der Anker meiner Arbeit. Bevor wir in deine konkreten Themen gehen – Mental Load, Vereinbarkeit, Identitätsverlust, Paardynamik –, stelle ich diesen Bezugsrahmen her. Nicht um dich zu beruhigen, sondern um dir das Werkzeug zu geben, dein Erleben anders einzuordnen.
Worte schaffen Wirklichkeiten. Solange unsere Kultur keinen Begriff für deine Erfahrung hat, fehlt dir der psychische Halt, sie dir anzueignen. Mit dem Konzept Matreszenz hörst du auf, dich zu fragen, ob du das Problem bist – und beginnst dich zu fragen, wo du gerade stehst.

FAQ – Häufige Fragen zu meiner Arbeit
Wie unterscheidet sich deine Arbeit von einem klassischen Mama-Coaching?
In zwei Punkten. Erstens ist mein Hintergrund akademisch (M.Sc. Wirtschaftspsychologie, B.A. Gesundheitsmanagement). Zweitens arbeite ich mit dem Konzept der Matreszenz als Bezugsrahmen – also mit der Annahme, dass dein Erleben Ausdruck einer Entwicklungsphase ist, nicht eines persönlichen Defizits. Das verändert die Richtung der Arbeit grundlegend.
Brauche ich ein konkretes Anliegen, um mit dir zu arbeiten?
Nein. Ein diffuses "etwas stimmt nicht" reicht. Im Klärungsgespräch finden wir gemeinsam heraus, ob meine Begleitung zu dem passt, was du gerade brauchst.
Bist du in Matreszenz zertifiziert?
Nein. Matreszenz ist ein wissenschaftliches Konzept aus der Entwicklungspsychologie – vergleichbar mit Adoleszenz oder Resilienz – und keine geschützte Methode mit Zertifizierung. Ich arbeite mit dem Konzept als Bezugsrahmen meiner Begleitung, basierend auf meinem Studium und fortlaufender Auseinandersetzung mit aktuellen Studien.c
Wie lange dauert Matreszenz?
Anders als die Adoleszenz hat Matreszenz keinen klar definierbaren Endpunkt. Manche Veränderungen sind in den ersten Monaten nach der Geburt am intensivsten und klingen mit der Zeit ab. Andere – etwa die strukturellen Veränderungen im Gehirn – halten ein Leben lang an. Mit jedem weiteren Kind kann sich Matreszenz erneuern.
Was ist Matreszenz – einfach erklärt?
Matreszenz ist die Lebensphase, in der eine Frau zur Mutter wird. Der Begriff wurde 1973 von der Anthropologin Dana Raphael geprägt – analog zur Adoleszenz, also dem Übergang vom Kind zum Erwachsenen. Matreszenz beschreibt einen ebenso tiefgreifenden Übergang: biologisch, neurologisch, psychologisch und sozial. Im deutschsprachigen Raum werden auch die Begriffe Muttertät und Mütterpubertät synonym verwendet.
